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Produkte von Banken und Sparkassen
Raten-Sparverträge
Der Konkurrent der Versicherungen
Langfristige Sparanlage der Banken
Was für die Versicherungs-Gesellschaften die Lebensversicherung
ist, ist für die Banken und Sparkassen der Raten-Sparvertrag.
Laufzeit/Verfügung
Die Laufzeit ist festgelegt. Vorzeitige Verfügungen sind in
den ersten Jahren oft nicht ohne weiteres möglich. Man muß
sich außerdem auf monatelange Kündigungs-Fristen einstellen.
Konditionen
Der Zinssatz ist fast immer variabel und wird dem sich ändernden
Zins-Niveau des Kapitalmarktes von Zeit zu Zeit angepaßt.
Einige Banken bieten statt einem variablen Zins auch einen
Festzins für die gesamte Laufzeit an. Die Erfahrung zeigt,
daß der aber meist zu niedrig angesetzt ist.
Außer den Zinsen gibt es dann oft noch einen sogenannten Bonus.
Das ist nichts anderes als »vorenthaltene Zinsen«.
Der Bonus soll zum Durchhalten bis zum Laufzeit-Ende animieren.
Denn mit zunehmender Laufzeit wächst auch der Bonus. Wer vorher
kündigt, verliert einen Teil des Bonus. Das drückt die Rendite des
Sparplans.
Es gibt verschiedene Bonus-Varianten unter den Geld-Instituten.
Einige haben kapiert, daß die einmalige Zahlung des Bonus am Ende
der Laufzeit ziemlich steuerschädigend sein kann. So ein Bonus kann
sich auf mehrere 10.000 EURO belaufen. Der
Steuer-Freibetrag für Kapital-Erträge
beträgt aber nur 1.421 EURO pro Person zuzüglich
anerkennungsfähige Werbungskosten. Da schlägt dann die Steuer
voll zu und dezimiert den Bonus. Und damit die Rendite. Glauben
Sie aber ja nicht, daß alle Banken den Bonus deshalb jährlich
stückweise zuteilen, damit ihre Kunden der Steuerfalle entgehen.
Verträge mit einmaligem Bonus werden nach wie vor massenweise
verkauft.
Niedrigzins-Zeiten
Leider erklären viele Banker ihren Kunden nicht anhand eines
Zinsverlaufes aus der Vergangenheit, wie sich die Zinshöhe
im Laufe der Zeit ändert. Dreist bieten viele mittlerweile
(Vorgabe aus der Chefetage) eine Lebensversicherung als
angeblich »bessere« Lösung an. Wie sagte doch
ein Banker bei einem Test:
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"Lebensversicherungen bringen zur Zeit 7% Zinsen,
unser Sparplan nur 5%."
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So stimmt das natürlich nicht. Daß der Sparvertrag bei 20
Jahren Laufzeit durch ansteigende Zinsen auch 7% schaffen
kann, erzählte der Banker nicht - weil er eine Lebensversicherung
verkaufen wollte. Und daß die Lebensversicherung keine 7%
garantiert, hat er auch nicht erzählt. Genau so wie er
verschwieg, daß die Rendite der Lebensversicherung bei
langfristig niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt auch drastisch
fallen wird.
Langzeit-Vergleich mit anderen Anlageformen
Das Rendite-Niveau von Sparverträgen lag in der Vergangenheit
langfristig etwas unterhalb der Rendite von Sparverträgen, die
mit Rentenfonds-Anteilen
zu erzielen waren. Solche Rentenfonds-Sparverträge sind zudem flexibler,
weil täglich verfügbar. Nachteil der Rentenfonds: Ihr Wert ändert
sich dauernd durch die KursÄnderungen der im Fonds befindlichen
Wertpapiere. Zum geplanten Ende der Geldanlage kann es daher sein,
daß die Rendite nicht so gut ist, weil der Wert vorübergehend durch
rückläufige Wertpapierkurse an den Börsen geringer geworden ist.
Wer regelmäßig verzinsliche Wertpapiere kaufte, hatte in der
Vergangenheit eine höhere Rendite als beim Raten-Sparvertrag.
Lebensversicherungen brachten ähnliche Renditen zustande wie
Raten-Sparverträge. Neben einigen Nachteilen hatte die Lebensversicherung
das Privileg, die Gewinn-Beteiligung steuerfrei auszuzahlen.
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