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Produkte von Banken und Sparkassen
Sparbriefe

Der Konkurrent der Bundesschatzbriefe
Klassische mittelfristige Geld-Anlage

Sparbriefe wurden von den Banken und Sparkassen vor etwa 40 Jahren geschaffen, um das Spargeld der Leute bei den Instituten zu halten und den ungehinderten Abfluß zu den börsengehandelten  verzinslichen Wertpapieren zu stoppen. Am Sparbrief-Verkauf verdienen die Geld-Institute mehr als mit dem Handel von verzinslichen Wertpapieren. Sie geben den Kunden für deren Spargelder 2% bis 5% Zinsen und leihen den Kreditsuchenden dieses Geld für 8% bis 15% aus. Das muß das sein, was die bösen Herren Marx und Engels mit "Mehrwert" meinten.

Feste Laufzeiten
Sparbriefe haben feste Laufzeiten von 2 bis 6 Jahren.

Keine Verfügung
Eine vorzeitige Verfügung ist praktisch ausgeschlossen. Man kann Sparbriefe beleihen, wenn man das angelegte Geld dringend braucht. Das ist zwar finanziell nachteilig aber immerhin ermöglicht es in einer unerwarteten Not-Situation Liquidität zu schaffen.

Konditionen
Sparbriefe gibt es ab 50 EURO je Stück.

Die Zinsen sind fest vereinbart für die gesamte Laufzeit.
Bei der Zinszahlung gibt es einige Varianten. Mal werden sie jährlich ausgezahlt, mal wieder angelegt und mitverzinst. Üblich sind gleichbleibend hohe Zinszahlungen für jedes Jahr. Es gibt aber auch Sparbriefe, bei denen die Zinsen jedes Jahr nach einem festen Plan ansteigen. Damit sind sie eine Konkurrenz zu den staatlichen  Bundesschatzbriefen. Die haben auch diesen steigenden Zinsplan.

Wer einen abgezinsten Sparbrief kauft, zahlt den um die Zinsen verminderten Kaufpreis.

Beispiel

Für einen Sparbrief über 100 EURO zahlen Sie 95,24 EURO. Am Ende der Laufzeit bekommen Sie 100 EURO ausgezahlt. Die Differenz von 4,76 EURO sind Ihre Zinsen und entsprechen 5% von 95,24 EURO. Die Rechnung geht so: 95,24 EURO X 5% Zinssatz = 4,76 EURO Zinsen.


Wer einen einfachen Sparbrief kauft, zahlt den normalen Kaufpreis und bekommt die Zinsen »obendrauf«.

Beispiel

Für einen Sparbrief über 100 EURO zahlen Sie 100 EURO. Am Ende der Laufzeit bekommen Sie 105 EURO ausgezahlt. Die Differenz von 5,00 EURO sind Ihre Zinsen, die einem Zinssatz von 5% entsprechen.



Vergleich mit Bundesschatzbriefen
Sparbriefe werfen von Zeit zu Zeit etwas weniger Zinsen ab als die erwähnten  Bundesschatzbriefe. Wenn Sie also Sparbriefe angeboten bekommen, verlangen Sie vom Geldanlage-Verkäufer Ihrer Bank oder Sparkasse einen Vergleich mit den Bundesschatzbriefen.


Steuern auf Zins-Erträge
Die Zinsen werden dem Einkommen hinzugerechnet und im Rahmen der Einkommensteuer versteuert, wenn der Steuer-Freibetrag bereits ausgeschöpft sein sollte. Ist das nicht der Fall, bleiben die Zinsen steuerfrei.

Immer wieder: Der Wertzuwachs-Trick
So manches Geld-Institut kann es nicht lassen, mit einem üblen Bauernfänger-Trick den Kunden eine höhere Rendite als tatsächlich geboten vorzugaukeln. Wenn mit dem WERTZUWACHS geworben wird, sollten Ihre Alarmglocken läuten. Informationen im Kapitel  Rendite.